Fraktionserklärung von Werner Nuber (Stellv. Fraktionsvorsitzender) zur Solidarpartnerschaf

Emotionale Worte richtete Werner Nuber zu Beginn seiner Rede am 3.6.2024 vor dem Gemeinderat an  Ratsmitglieder und anwesende Vertreter der ukrainischen Geflüchteten:

„Sie erleiden seit über 27 Monaten mit dem grausamen Überfall Russlands auf Ihr Land Schrecklichstes! Bereits wir halten die Vorstellung, in diesem Wahnsinn eines solchen Krieges leben zu müssen, kaum aus und entsprechend fragen wir uns, wie Sie diesem Wahnsinn standhalten können, diesem grausamen Wahnsinn zwischen Bombenalarm, konkreten Bedrohungen, Binnengeflüchteten aus Ihren Kriegsgebieten, der Unsicherheit für die Zukunft, bei gleichzeitigem Hoffnung-haben-Müssen, um überleben zu können.

Dazu ist dieser Wahnsinn untermalt von einer dauerhaft vorhandenen Unsicherheit, wie lange der Westen sie wirklich unterstützen will, wie lange wir wirklich in Solidarität zu Ihnen sein werden.“

Er nannte die Solidarpartnerschaft ein Zeichen für alle Menschen in der Ukraine, aber insbesondere für die Menschen in Horishni Plawni.

Horishni Plawni passt aus vielerlei Gründen sehr gut zu Friedrichshafen: Sie ist eine Stadt von ähnlicher Größe, ist ebenfalls wesentlich durch Industriegeschichte geprägt, auch hier wird der Wiederaufbau nach dem Krieg prägend sein und nicht zuletzt gibt es hier bereits eine Niederlassung der Zeppelin GmbH.

Die Solidarpartnerschaft soll nun schnell mit Leben gefüllt werden: Zunächst wird bei der Stadtverwaltung eine neue 50 %-Stelle für die Umsetzung der Hilfsmaßnahmen geschaffen werden. Die Unterstützung soll aber auch aus der Zivilgesellschaft kommen: Die Gründung eines Unterstützerkreises (unter Beteiligung von Zeppelin GmbH und Vertretern der katholischen Kirche) findet am 8.7.2024 um 19 Uhr im Café City des GPZ in der Paulinenstr. 12 in Friedrichshafen statt.

Seine Rede beendete Werner Nuber mit dem Aufruf: „Sie sind alle recht herzlich eingeladen, aktiv mitzuwirken.“

Friedrichshafen geht erste Solidarpartnerschaft ein

Der Friedrichshafener Gemeinderat hat am 03.06. für die Solidarpartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Horischni Plawni gestimmt. Lesen Sie hier die Fraktionserklärung von Stadtrat Werner Nuber.

Öffentliche Meinung ist unsere ‚soziale Haut‘

Am 23. Mai feierte das Grundgesetz seinen 75. Geburtstag. Das ist der längste Zeitraum, in dem die Bundesrepublik eine demokratische Verfassung hat. Unter diesem Gesichtspunkt fand die Diskussionsrunde Salon Rouge zu dem Thema „75 Jahre Grundgesetz – Wie steht es um unsere Demokratie“ statt. 

Salon Rouge im Mai: „75 Jahre Grundgesetz - Wie steht es um unsere Demokratie?”

Am 23. Mai jährt sich das Inkrafttreten des Grundgesetzes zum 75. Mal. Das ist der längste Zeitraum, in dem die Bundesrepublik eine demokratische Verfassung hat. In dieser Zeit hat unsere Demokratie einige Krisen er- und auch überlebt. Nach den neuesten Übergriffen auf Menschen, die sich für die Demokratie engagieren, hat die aktuelle Krise in unserer Demokratie einen neuen Tiefpunkt erreicht. Doch auch Einflüsse aus dem Ausland versuchen unsere Demokratie anzugreifen. Unter diesen Gesichtspunkten will der SPD-Ortsverein diskutieren, wie es 75 Jahre nach Inkrafttreten des Grundgesetzes um unsere Demokratie steht.

„Vereine sind der Motor der Demokratie.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Salon Rouge diskutiert mit dem VfB-Vorsitzenden Jochen Benz (3. v. r.).

Immer weniger Bürgerinnen und Bürger engagieren sich ehrenamtlich. Trotz intensiver Bemühungen das zu ändern, ist keine Umkehr des Trends in Sicht. Der SPD-Ortsverein hat vor diesem Hintergrund über die Frage „Herausforderung für Vereine und ehrenamtliches Engagement im Jahr 2024“ diskutiert. „Vereine und ehrenamtliches Engagement sind tragende Säulen unserer Gesellschaft“, begrüßte SPD-Ortsvereinsvorsitzende Laura Straub. Im Salon Rouge, der monatlichen Diskussionsveranstaltung der SPD, sprach Jochen Benz, Präsident des VfB Friedrichshafen. Nach einem kurzen Impulsvortrag folgte eine offene Diskussion.