Matthias Eckmann und Werner Nuber (Foto: Katja Bode)
Mut, Menschlichkeit, Mitgefühl – Politik zwischen Nahost und Nachbarschaft
Mit einem kühlen Getränk und heißen Themen starten der amtierende Gemeinderat Matthias Eckmann und der ehemalige Gemeinderat Werner Nuber ihre Aufnahme zu der neuen Folge 35 vom Podcast „Zwischendurch politisch“.
Zu Beginn lenkt Eckmann das Gespräch auf die aktuelle Diskussion um das Parteiverbot der AfD. Er bezieht sich auf einen Artikel über den Berliner Justiziar Robert Kemperer. Dieser war Staatsanwalt und ab 1928 Mitarbeiter des preußischen Innenministeriums. 1930 trugen er und weitere preußische Beamte Beweise über die „staatsfeindlichen“ Absichten der NSDAP zusammen und drangen auf ein Verbot der Partei. Brüning setzte auf politische Überzeugungsarbeit und meinte: „Die Reichsregierung müsse sich davor hüten, dieselben falschen Methoden gegen die Nationalsozialisten anzuwenden, welche in der Vorkriegszeit gegen die Sozialdemokraten angewendet worden seien.“ Nuber findet, man solle nicht vorbehaltlos Parallelen zur Geschichte ziehen, aber „Hitler hat nicht kommen müssen“.
Eckmann und Nuber befassen sich mit der potentiellen Eskalationsspirale im Nahen Osten. Sie sprechen über die gesellschaftlichen und politischen Strukturen im Iran und dessen politische Vernetzung in Vorderasien. Die Gefahr, die vom Iran ausgeht, ordnen sie ein und beschreiben die bildungsaffine und starke iranischen Zivilgesellschaft. Zudem beleuchten sie die aktuelle Rolle der amerikanischen Regierung in dem Konflikt zwischen Israel und dem Iran. Sie positionieren sich aber auch zur israelischen Politik.
Nuber berichtet von der siebten deutsch-ukrainischen kommunalen Partnerschaftskonferenz
in Münster. Der vom Entwicklungshilfeministerium ausgerichtete Kongress, war hochkarätig besetzt und von 250 deutsch-ukrainische Partnerschaften getragen. Detailreich liefert Nuber Einsichten in die realen Bedarfe für den künftigen Aufbau der Ukraine und die akut benötigten Hilfen sowie die Notwendigkeit der Korruptionsbekämpfung in der Ukraine. Die Positionierung Russlands zur Ukraine wie auch zur NATO und die politischen Ziele Putins werden an dieser Stelle nochmals aufgegriffen.
Eckmann schildert kontrovers diskutierte Themen aus der kommunalen Politik. Diese umfassen den Bildungsstandort Friedrichshafen und die zukünftige Finanzierung der Zeppelin Universität, Bauvorhaben der Stadt wie die Erweiterung der Feuerwehr, ein Vereinsheim für die Narrenzunft von Kluftern und eine Geflüchteten-Unterkunft sowie die künftige Lösung für das Zeltlager Seemoos. Zudem sind der Lärmschutz der Anwohnenden wie auch die Umgestaltung der Riedleparkstraße in eine Klimastraße ein Thema.
Das sind Themen die beschäftigen, also es gilt wie immer: „Hört rein, s´isch guat!“
Den Podcast finden Sie kostenlos unter „Zwischendurch politisch“ auf Spotify. Weitere Informationen unter https://www.spd-friedrichshafen.de/podcast-zwischendurch-politisch/
Rückmeldungen gerne an: podcast@spd-friedrichshafen.de
Technische Begleitung: Andreas Flach