Mietspiegel nutzen: SPD/DIE LINKE fordert bessere Information für Mieterinnen und Mieter

Veröffentlicht am 30.06.2026 in Aktuelles

Die Fraktionsgemeinschaft SPD / DIE LINKE im Gemeinderat Friedrichshafen begrüßt die Fortschreibung des qualifizierten Mietspiegels für Friedrichshafen. Der Mietspiegel 2026 soll nach der Vorberatung im Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt am 30. Juni 2026 durch den Gemeinderat am 22. Juli 2026 beschlossen werden und ab dem 1. August 2026 gelten.

Die Fraktionsgemeinschaft SPD / DIE LINKE im Gemeinderat Friedrichshafen begrüßt die Fortschreibung des qualifizierten Mietspiegels für Friedrichshafen. Der Mietspiegel 2026 soll nach der Vorberatung im Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt am 30. Juni 2026 durch den Gemeinderat am 22. Juli 2026 beschlossen werden und ab dem 1. August 2026 gelten.

Für die Fraktionsgemeinschaft ist klar: Ein qualifizierter Mietspiegel ist ein wichtiges Instrument für Transparenz auf dem Wohnungsmarkt. Gerade in Friedrichshafen, wo Wohnen für viele Menschen eine große finanzielle Belastung ist, braucht es verlässliche Orientierung darüber, welche Mieten ortsüblich sind. „Es ist gut und wichtig, dass Friedrichshafen einen qualifizierten Mietspiegel hat und diesen regelmäßig fortschreibt. Auf einem angespannten Wohnungsmarkt schafft er Transparenz und hilft Mieterinnen und Mietern, die eigene Miete besser einzuordnen“, erklärt Dr. Tillmann Stottele für die Fraktionsgemeinschaft.

Gleichzeitig betont die Fraktion: Ein Mietspiegel wirkt nur dann, wenn die Menschen ihn kennen und nutzen. Deshalb fordert SPD/DIE LINKE, dass die Stadt den Mietspiegel und insbesondere den digitalen Mietpreisrechner auf der städtischen Webseite stärker bekannt macht. „Der Mietspiegel darf kein Dokument sein, das nur in Sitzungsunterlagen auftaucht. Er muss bei den Menschen ankommen. Mieterinnen und Mieter sollten wissen, dass sie mit dem Mietpreisrechner der Stadt selbst prüfen können, ob ihre Miete im Rahmen der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt oder ob es Hinweise auf eine überhöhte Miete gibt“, so Stottele weiter.

Nach Ansicht der Fraktionsgemeinschaft sollte die Stadt den Mietspiegel aktiv über ihre Kommunikationskanäle bewerben – etwa über die städtische Webseite, Social Media, Amtsblatt, Bürgerämter, Stadtteiltreffs und Beratungsstellen. Rudolf Krafcsik ergänzt: „Wir wollen Mieterinnen und Mieter ausdrücklich ermutigen, den Mietspiegel zu nutzen. Wer den Eindruck hat, dass die eigene Miete deutlich zu hoch ist, sollte das nicht einfach hinnehmen. Der Mietpreisrechner kann ein erster Schritt sein, um die eigene Situation besser einzuschätzen.“

Wichtig sei dabei auch, dass Betroffene wissen, wo sie Unterstützung bekommen können. Der Mietpreisrechner gibt Orientierung, ersetzt aber keine rechtliche Beratung. Deshalb sollten Mieterinnen und Mieter bei Unsicherheiten oder bei Verdacht auf überhöhte Mieten Beratung in Anspruch nehmen, etwa beim Mieterbund Oberschwaben oder über andere Rechtsberatungsangebote.

„Viele Menschen haben Hemmungen, ihre Miete zu hinterfragen – aus Sorge vor Konflikten oder weil sie ihre Rechte nicht kennen. Genau deshalb braucht es gute Information. Wer in Friedrichshafen zur Miete wohnt, muss wissen: Es gibt Instrumente, es gibt Beratungsangebote und man muss überhöhte Forderungen nicht einfach still hinnehmen“, erklärt Krafcsik.

Aus sozialdemokratischer Sicht ist Wohnen eine der zentralen sozialen Fragen in Friedrichshafen. Hohe Mieten treffen besonders Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen, Familien, Alleinerziehende, Studierende, Auszubildende und ältere Menschen. Ein qualifizierter Mietspiegel ersetzt keine aktive Wohnungsbaupolitik, ist aber ein wichtiger Baustein für mehr Fairness auf dem Wohnungsmarkt.

„Transparenz allein schafft noch keine bezahlbare Wohnung. Aber ohne Transparenz sind Mieterinnen und Mieter oft in einer schwächeren Position. Deshalb ist der Mietspiegel ein Instrument, das wir politisch ernst nehmen und sozial nutzen müssen“, betont Dr. Tillmann Stottele.