Eckmann und Nuber sprechen mit Ukrainerinnen über den Krieg
Friedrichshafen. Folge 67 des SPD-Podcasts „Zwischendurch politisch“ von Matthias Eckmann und Werner Nuber ist eine der bewegendsten der bisherigen Podcast-Geschichte: Aus aktuellem Anlass wurde die Aufnahme spontan auf Sonntag, den 13. September, vorgezogen – denn zu Gast in Friedrichshafen waren vier Frauen aus der ukrainischen Partnerstadt Horishni Plavni. Veröffentlicht wurde die Folge am Freitag, 19. September, wie gewohnt als Video-Podcast auf Spotify und YouTube sowie als Audio-Podcast auf zahlreichen weiteren Plattformen.
Im Zentrum der Folge steht ein langes, offenes Gespräch mit Nina Olkowska und Ola Denysko, die im zentralen Krankenhaus von Horishni Plavni verwundete Soldat:innen medizinisch und psychologisch betreuen, sowie mit Svitlana Kacow und Übersetzerin Sofia Samalova. Die Gäste berichteten eindringlich, wie der Krieg das Leben in ihrer Heimat seit zwölf Jahren prägt: „Wir sagen in der Ukraine, es gibt keine ehemaligen Soldaten“, so eine der Gästinnen, „denn der Krieg hört nie auf. Er geht im Kopf weiter.“ Besonders berührend: Ola Denysko erzählte offen, dass sie oft tagelang nicht weiß, ob ihr Mann an der Front noch lebt – und dennoch täglich anderen Menschen hilft, mit ihrem Trauma zu leben.
Zum Abschluss des Gesprächs fanden die Gäste bewegende Worte des Danks: „Das, was ihr macht, gibt uns das Gefühl, dass wir nicht egal sind – und dass wir nicht allein sind.“
Die Begegnung ist Teil der langjährigen Solidarpartnerschaft zwischen Friedrichshafen und Horishni Plavni. Der Verein Brücke nach Horishni Plavni e.V. bereitet aktuell die nächste Hilfsfahrt vor: Mitgebracht werden sollen unter anderem zwei von der Stadt Friedrichshafen gestiftete alte Feuerwehrfahrzeuge, ein über die GIZ vermitteltes Baufahrzeug sowie dringend benötigte medizinische Großgeräte und Reha-Ausstattung für Kriegsverletzte. Der Bedarf im Krankenhaus liegt laut Liste bei über 60.000 Euro, bislang konnten rund 13.000 Euro gesammelt werden. Wer die Arbeit vor Ort unterstützen möchte, kann dies über das Spendenkonto des Vereins tun:
Empfänger: Brücke nach Horishni Plavni e.V.
IBAN: DE17 6905 0001 0026 8706 67
Stichwort: Ukraine-Hilfe
Neben dem Ukraine-Schwerpunkt ordnen Eckmann und Nuber auch das amtliche Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom 6. September ein: Die AfD wurde mit 43,8 Prozent stärkste Kraft, verfehlte aber knapp die absolute Mehrheit. Die Hosts diskutieren die Folgen für die Regierungsbildung, den russischen Einfluss auf die öffentliche Meinung sowie den Vorstoß von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, ein Verbot des AfD-Landesverbands prüfen zu lassen.
Als Lowlights der Woche benennen die Hosts unter anderem das halbstaatliche Begräbnis des verurteilten Kriegsverbrechers Ratko Mladić in Serbien, die Debatte um die Teilnahme von New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani an der 9/11-Gedenkfeier sowie den Wechsel von Jens Spahn in den Haushaltsausschuss des Bundestags. Als Highlight der Woche gilt beiden unisono: der Besuch aus Horishni Plavni.
„Zwischendurch politisch“ erscheint als Video-Podcast auf Spotify und Apple Podcasts sowie als Audio-Podcast auf zahlreichen weiteren Plattformen. Folge 67 ist ab Freitag, 19. September, abrufbar.
„Zwischendurch politisch“ erscheint als Video-Podcast auf Spotify und Apple Podcasts sowie als Audio-Podcast auf zahlreichen weiteren Plattformen. Folge 67 ist ab Samstag, 19. September, abrufbar.