In einer Welt, in der Klimawandel und Artensterben immer drängendere Themen sind, fragt man sich manchmal: Was kann ich schon alleine bewirken? Die Antwort ist: Viel mehr, als man denkt. Ein beeindruckendes Beispiel dafür ist die Geschichte von Wibke Hinz aus Lipbach, die mit ihrem eigenen Garten einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz leistet – und damit andere inspiriert.

Der SPD-Ortsverein Kluftern freut sich sehr, mit Wibke Hinz ein weiteres engagiertes Neumitglied in seinen Reihen zu wissen. Sie setzt die Tradition des SPD Ortsvereins fort, sich für die Umwelt und den Ort einzusetzen, und liefert ein tolles praktisches Beispiele, das andere motiviert, aktiv zu werden und davon wollen wir berichten.
Aus klein wird groß: Schon eine kleine Fläche kann viel bewirken
Wibke Hinz zeigt, dass es nicht immer eine große Fläche braucht, um etwas Gutes für die Natur zu tun. Ihr 40 m² großer Garten begann als Rollrasen, doch durch naturnahe Gestaltung, Nistkästen und Insektenhotels wurde daraus ein lebendiger Lebensraum für Bienen, Vögel und Insekten. Das Beispiel beweist: Auch auf begrenztem Raum kann man mit natürlichen Materialien und Engagement viel erreichen.
Der Weg zur „Natur im Garten“-Zertifizierung
Mit Unterstützung ihrer Mutter begann sie, den Garten naturnah umzubauen. Trotz anfänglicher Skepsis in der Nachbarschaft ließ sie sich nicht entmutigen. Der Zertifizierungsprozess ist unkompliziert und bietet eine tolle Möglichkeit, den eigenen Garten nachhaltiger und vielfältiger zu gestalten. Nach zwei Jahren wurde ihr Garten erfolgreich zertifiziert.
Die Teilnahme an der Zertifizierung ist für alle möglich, die einen Naturgarten besitzen oder anlegen möchten. Die Bodenseegärten sind ein Netzwerk von über 140 Gärten und Parks in der Vierländerregion Bodensee, die sich durch ihre naturnahe Gestaltung und nachhaltige Bewirtschaftung auszeichnen. Diese Gärten können sich für die Zertifizierung "Natur im Garten" bewerben, welche vom Verein Bodenseegärten vergeben wird. Die Zertifizierung zeichnet Gärten aus, die ohne Gifte, Kunstdünger und Torf auskommen und naturnah bewirtschaftet werden.

Was macht den Garten so besonders?
Der Garten fördert die Artenvielfalt und beweist, dass nachhaltige Gartengestaltung auch Spaß macht. Persönliches Engagement und bewusste Entscheidungen machen den Unterschied – auch auf wenig Fläche. Es beginnt im Kleinen, und zeigt, jeder Mensch kann positive Veränderungen bewirken. Warum also nicht heute anfangen? Vielleicht mit einem bienenfreundlichen Balkon, einem Nistkasten oder mehr Natur im eigenen Garten.
Gez. Nina Caesar-Selimovic, SPD OV Kluftern