SPD-Kreistagsfraktion in Meersburg

Veröffentlicht am 28.02.2019 in Fraktion

von links nach rechts: Ingrid Sauter, Dr. Boris Mattes, Bürgermeister Robert Scherer, Norbert Zeller

Stadtentwicklung, Verkehr und Bildung waren die zentralen Themen beim gemeinsamen Gespräche von Mitgliedern der SPD-Kreistagsfraktion mit dem Bürgermeister Robert Scherer.

Da Meersburg keine Flächengemeinde sei, gelte es die vorhandenen Flächen bestmöglich und verantwortungsbewusst zu nutzen, stellte Scherer unter der Zustimmung von Gemeinde- und Kreisrat Boris Mattes fest. Man werde deshalb darüber nachdenken, die Zahl der Vollgeschosse zu erhöhen, um damit mehr Wohnflächen zu bekommen. Beide seien sich auch einig, die Doppelnutzung von Flächen zu intensivieren, insbesondere bei Parkflächen.  Über weitere Maßnahmen zum Schutze des Wohnraums, werde der Gemeinderat im Herbst beraten. Für Mattes müsse dann auch geklärt werden, welche Belegungsrechte die Stadt Meersburg erwerben werde, um den Mietpreis um 30 bis 40 Prozent zu senken. „Erst dann wird es für Normalverdiener möglich sein, eine Mietwohnung in Meersburg zu bekommen“.

Positiv bewertete der Bürgermeister die Zusammenarbeit mit dem Bodenseekreis bei der Museumsgalerie. „Ein gutes Miteinander zum Vorteil für beide Seiten seien ausschlaggebend“. Norbert Zeller, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, lobte die Bedeutung der Stadt Meersburg für den gesamten Bodenseekreis. „Sie können stolz auf Ihre Stadt sein, die weit über die Kreisgrenzen ausstrahlt“.

In Sachen Verkehr waren sich der Bürgermeister und die SPD-Kreisräte darin einig, dass eine nachhaltige Mobilität zwingend geboten ist. Dazu gehöre, so der Bürgermeister, eine verkehrsarme Innenstadt. In geradezu vorbildlicher Vorgehensweise, werde mit den Anlieferern geklärt, wie die verkehrlichen Belastungen reduziert werden können, „ohne Poller einzubauen“. Mit gutem Beispiel gehe die Stadt auch bei der E-Mobilität voran. Nicht nur Dienstfahrzeuge werden auf E-Fahrzeuge umgestellt, sondern dies gelte auch für Fahrzeuge des Bauhofs. Außerdem ist geplant die Anzahl der Ladestellen auf bis zu 30 Stück im neuen Parkhaus auszubauen, so der Bürgermeister.

Ein neues Verständnis von Mobilität schließe alle Verkehrsteilnehmer ein, insbesondere auch die Radfahrer. SPD und Bürgermeister plädieren deshalb für einen Radschnellweg entlang des Bodensees, der zur Entlastung der Innenstadt beitragen würde. Kreisrätin Ingrid Sauter versprach hier mehr Druck auf die Entscheidungsträger zu machen.

Einig waren sich die Gesprächspartner auch, dass im Zuge des Neubaus der B 31 der Fährezubringer unbedingt in die Planung mit einbezogen werden muss. Eine Zubringerlösung auf der Daisendorfer Straße lehnten Scherer und Mattes eindeutig ab. Diese Straße diene als Schul- und Radweg  sowie als innerörtliche Verbindungsstraße und könne keinen Schwerlastverkehr aufnehmen. Stattdessen solle eine neue Zubringerverbindung westlich von Meersburg ernsthaft geprüft werden.

Erfreut zeigte sich Scherer über die Entwicklung auf dem Bildungscampus. „Die Gemeinschaftsschule bekommt verstärkten Zulauf und die Kindergartenerweiterung ist Teil des Bildungscampus“, so der Bürgermeister. Immerhin habe Meersburg 8 Mio. Euro in den Erweiterungsbau der Gemeinschaftsschule investiert. Der Vorteil für die Kinder sei, dass alle Niveaustufen angeboten werden und somit alle Abschlüsse an der Gemeinschaftsschule möglich seien. Zeller freute sich über die positive Bewertung der Gemeinschaftsschule, da er in seiner Zeit als Leiter der Stabsstelle im Kultusministerium maßgeblich dafür gesorgt hatte, dass Meersburg eine Gemeinschaftsschule bekommen hat. „Ansonsten gäbe es nur noch die Grundschule“. Mattes ist davon überzeugt, dass die Schule ihr Potential ausnutzen wird und das wohnartnahe Bildungsangebot als Vorteil erkannt werde. Weiterhin  wurde von allen positiv die Zusammenarbeit der Sommertalschule mit dem Staatlichen Aufbaugymnasium vermerkt. Lehrkräfte beider Schularten würden sich gegenseitig unterstützen, zum Vorteil der Kinder.

Abschließend äußerte Bürgermeister Scherer den Wunsch, dass bei der EBC auch die Schifffahrtsbetriebe (BSB) mit ins Boot geholt werden. Notwendig sei, „die Marke Bodensee zu stärken, so wie es uns andere Regionen, wie zum Beispiel das Allgäu oder der Schwarzwald eindrucksvoll vormachen“.

 

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