SPD im Bodenseekreis für den Erhalt und Weiterentwicklung des Flughafen Friedrichshafen

Veröffentlicht am 02.10.2020 in Allgemein

Wo soll des mit dem Flughafen Friedrichshafen hingehen?

Die beiden SPD-Fraktionen in Stadt und Kreis sowie die Kreis-SPD setzen sich für den Erhalt des Flughafen Friedrichshafen ein. In mehreren Sitzungen haben sich die SPD-Mandatsträger intensiv mit dem Gutachten der Unternehmensberatung Roland Berger befasst und sich mit den drei kommunalen Aufsichtsräten der Flughafen GmbH beraten.

„Der Flughafen Friedrichshafen schließt die Wirtschaftsregion Bodensee an die TOP 15 Verbindungsflughäfen in Europa an und leistet so einen hohen Beitrag zur Anbindung der Region an die Welt, so die Aussagen der vom BUND in Auftrag gegebenen Studie von FOES. Er ist ein wichtiger Standortfaktor für unsere Wirtschaft und sichert nachweislich viele Arbeitsplätze mit einer erheblichen Wertschöpfung“, stellen die beiden SPD-Fraktionsvorsitzenden Zeller und Sigg übereinstimmend fest. Auch die Kreis-SPD hatte sich in einer Kreisvorstandssitzung hinter den Flughafen gestellt. Der SPD-Kreisvorsitzende Leon Hahn erklärt hierzu „Die SPD wird im Kreis und in den Kommunalparlamenten den Bodensee-Airport stützen, weil er Wohlstand und Jobs vor Ort erhält. Wir sind in diesem Kontext dem DGB, Verdi und vor allem der IG Metall für ihre Initiative zugunsten des Flughafens dankbar“.

Auch die Bevölkerung in der Region profitiere von der schnellen Erreichbarkeit des Flughafens, ist die SPD überzeugt. Lange Anfahrtswege könnten so vermieden werden. Sowohl Gewerkschaften als auch die IHK sehen durch den Flughafen eine wichtige Infrastruktureinrichtung, um die Randlage der Bodenseeregion zu kompensieren.

Ein Weiter so kann es für die SPD im Kreis trotzdem nicht geben. Die SPD appelliert an die Wirtschaft, den Flughafen Friedrichshafen auch tatsächlich verstärkt zu nutzen. Gerade für Geschäfts- und Kundenreisen biete der Flughafen einen enormen Zeitvorteil. „Die Zukunft des Flughafens hängt stark vom Verhalten der Großbetriebe aber auch der mittleren und kleineren Unternehmen ab“, ist sich Zeller sicher. „Hier pochen wir auf konkrete Zusagen durch die Wirtschaft, reine Lippenbekenntnisse reichen nicht länger aus“. Der Flughafen muss sich mit neuen Geschäftsideen fit für die Zukunft machen. Dieser sei angehalten, zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln, die den Veränderungen der Technologien und den Anforderungen nachhaltiger Mobilität gerecht werden.

Trotz dieser vielfachen Bemühungen ist letztendlich aber klar, dass die wichtige Infrastruktureinrichtung Flughafen Friedrichshafen ohne einen erheblichen Finanzbedarf nicht auskommen wird. „Wir erwarten auch, dass sich die Wirtschaft und das Land stärker als bisher an der Finanzierung beteiligen“, so Zeller, Sigg und Hahn. Vor allem müsse sich das Land über die bislang in Aussicht gestellten 2 Mio. Euro hinaus deutlich höher an den Investitionskosten beteiligen.

Mit Blick auf die Messe Friedrichshafen betont die SPD-Landtagskandidatin Jasmina Brancazio, international bedeutende Fachmessen wie die Eurobike oder die Fakuma seien gefährdet, die AERO ohne den Flughafen nicht mehr durchführbar. Letztendlich würden auch hier viele Arbeitsplätze direkt und indirekt durch den Flughafen gesichert.

Nach Ansicht der SPD sind Wirtschaft, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsförderung und der Flughafen gehalten, intensiv Anstrengungen zu unternehmen, klimaneutrales Fliegen zu fördern. „Eine Riesenchance für unsere Luftfahrtregion“, so die beiden SPD-Fraktionen. „Wir müssen hier 10 oder gar 20 Jahre vorausdenken“.

Wenn durch den Erhalt des Flughafens ein Abwandern oder ein Ausfall von innovativen und zukunftsweisenden Industrien und Technologien verhindert werden könne, könnte der Flughafen auch einen Beitrag für ein Zusammenspiel aus Ökologie und Ökonomie sein, ist die SPD sicher. „Wir können Zukunftsregion für nachhaltiges Wirtschaften werden und unsere lokalen Unternehmen arbeiten mit Hochdruck daran, neue und umweltschonende Technologien voranzubringen. Das zu gefährden, könnte sich daher sogar als Bumerang für das Ziel einer nachhaltigen Wirtschaft entwickeln“, so der SPD-Kreisvorsitzende Leon Hahn.

Unabhängig davon setzt sich die SPD weiterhin für den schnellen Ausbau und die Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn und für den Weiterbau der B 31 neu und der B 30 sowie die Verbesserung des ÖPNV ein. „Die einzelnen Verkehrsträger müssen besser mit einander vernetzt werden“, betonen Zeller, Sigg und Hahn gleichermaßen.

 

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