
Friedrichshafen. Bereits zum zweiten Mal ist der SPD-Podcast „Zwischendurch politisch“ nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen: In Folge 65 sprechen Matthias Eckmann und sein Co-Moderator Werner Nuber über einen Sommer, der es politisch wie klimatisch in sich hat – von Waldbränden am Bodensee über ein mögliches AfD-Verbotsverfahren kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bis zum neuen Ärger um die sogenannte Zeppelinpauschale bei ZF Friedrichshafen. Aufgenommen wurde die Folge am Montag, 17. August, veröffentlicht wird sie am Samstag, 22. August. Der Podcast ist ab sofort als Video-Podcast auf Spotify und Apple Podcasts zu sehen, auf zahlreichen weiteren Plattformen weiterhin als Audio-Podcast zu hören.
„Das ist wirklich aufwendig, was da an neuen Plattformen dazukommt – aber es lohnt sich“, freut sich Matthias Eckmann über den weiteren Ausbau des Formats.
Direkt zu Beginn gibt es eine ungewöhnliche Rückmeldung: Ministerpräsident Winfried Kretschmann äußerte sich in einem Zeitungsinterview überraschend anerkennend über Bundeskanzler Friedrich Merz und bescheinigte ihm gerade außenpolitisch ein gutes Auftreten – eine Einschätzung, die Eckmann in seiner eigenen, differenzierten Merz-Bewertung bestätigt sieht. Außerdem gibt es ein Update in eigener Sache: Auf dem Journalismus-Blog „mosaik.earth“ ist ein Porträt über Werner Nuber erschienen – Titel: „Ich mache nur Sachen, hinter denen ich zu 100 Prozent stehe.“
Kommunalpolitisch nehmen sich die beiden die Sommerinterviews der Schwäbischen Zeitung vor: Oberbürgermeister Simon Blümcke sprach unter dem Titel „Lasst uns einen Urwald der Vielfalt sein“ über die Zukunft der Stadt, ZF-Gesamtbetriebsratschef Achim Dietrich äußerte sich ausführlich zur angespannten Lage der Belegschaft im Streit um die sogenannte Zeppelinpauschale. Auch der geplante Lernort Demokratie im historischen Flugzeug „Landshut“ beschäftigt die beiden: Weil der Bundeszentrale für politische Bildung wegen Sparmaßnahmen das Geld für einen dauerhaften Betrieb fehlt, ist statt der ursprünglich geplanten 15 Jahre vorerst nur ein halbes Jahr Öffnungszeit vorgesehen. Alt-Außenminister Sigmar Gabriel, der die Landshut einst nach Friedrichshafen holte, übte scharfe Kritik am schleppenden Umgang mit dem Flugzeug.
Besonders eindringlich wird es beim Blick auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September, zwei Wochen vor den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern am 20. September. Angesichts der Gefahr, dass die AfD in Sachsen-Anhalt stärkste Kraft werden könnte, fragt Nuber: „Ab wann ist denn der Punkt, wo man wirklich sagen muss: Jetzt reicht’s?“ Eckmann positioniert sich klar: „Wir müssen dieses AfD-Verbotsverfahren auf jeden Fall prüfen.“ Er verweist auf ein rund 1.500 Seiten starkes Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte, das der Partei auf Basis von über drei Millionen ausgewerteten Datenpunkten einen Verstoß gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung attestiert.
Weitere Themen der Folge: der ungebremste Hitzesommer mit Waldbränden bei Schramberg und historisch niedrigen Wasserständen am Bodensee, der Wechsel von Ex-SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert als Bereichsleiter für Steuern und Verteilung zur Bürgerbewegung Finanzwende, eine Buchempfehlung zu Marcel Hopps „Warum wir den Rechtsruck nur gemeinsam stoppen können“ sowie ein Verweis auf den YouTuber Marcant, der AfD-Sympathisant:innen zu ihren Wahlmotiven befragt. Als Highlight nennen die beiden das bereits erreichte Personalziel der Bundeswehr von mindestens 186.000 Soldatinnen und Soldaten, als Lowlights den Kuschelkurs von BSW und AfD in Sachsen-Anhalt sowie die nach rechter Empörung abgesagte Schwimmzeit für Schwarze Menschen an der Berliner Volksbühne. Dazu gibt es wie gewohnt neue Songs für die „Zwischendurch politisch“-Playlist – diesmal unter anderem „36 Grad“ von 2raumwohnung.
„Zwischendurch politisch“ erscheint ab sofort alle zwei Wochen als Video- und Audiopodcast auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube und weiteren Plattformen. Folge 65 ist ab Samstag, 22. August, 10 Uhr abrufbar.