Der Volkstrauertag – seine Kernbotschaft: „Erinnern, um zu lernen –Innehalten, um zu mahnen.“

Veröffentlicht am 16.11.2025 in Aktuelles

Wir von der SPD Kluftern erinnern an diesem Tag und daran, was uns wichtig ist: Freundlichkeit, Anstand und der Mut zu handeln.


Die Welt ist viel besser, als das Internet sie malt.

Es gibt eine große Diskrepanz zwischen dem, was wir online erleben, und dem, was wir im echten Leben vorfinden. Die digitale Welt lebt von Wut, Empörung und Zerrbildern – sie erzeugt den Eindruck, dass alles in Flammen steht. Doch wenn wir uns auf den Weg machen ins Unbekannte, zu anderen Menschen, dann merken wir: Die Menschen sind freundlicher, als es das Internet glauben macht. Die meisten wollen einfach nur gut miteinander auskommen.

Das ist kein naiver Optimismus. Das ist meine Erfahrung. Und sie hat Konsequenzen: Wir dürfen uns nicht von der digitalen Empörungsmaschinerie blenden lassen. Die Algorithmen sozialer Medien verdienen ihr Geld mit unserer Wut. Klassische Medien übernehmen oft diese Wut, aus Angst, sonst nicht mehr „up to date“ zu sein. Wir gewinnen, wenn wir uns von dieser Spirale lösen, Was bleibt, ist die Erkenntnis: Wir sind soziale Wesen. Wir wollen und müssen miteinander auskommen.

Vielfältiges Markttreiben

Anstand und Empathie – die Basis für unser Zusammenleben 

Es gibt keine einfache Antwort auf die Frage, wie wir mit den Herausforderungen unserer Zeit

umgehen sollen. Aber es gibt Grundsätze, die uns leiten können: Anstand. Empathie. Die Bereitschaft, einander zuzuhören.

Miteinander reden
Zuhören, diskutieren, miteinander reden

Zuhören, miteinander dikutieren, um gute Ideen ringen
Zuhören, diskutieren, gute Lösungen finden

 

Ja, wir Menschen machen Fehler. Manche tun Schlechtes. Aber das bedeutet nicht, dass sie schlecht sind. Oft glauben sie nur, in einer Notlage zu handeln – oder sie wissen es schlicht nicht besser. Keiner ist absichtlich ein Arschloch. Das ist keine Entschuldigung für rücksichtsloses Verhalten, sondern eine Erinnerung daran, dass wir alle fehlerhaft sind. Und dass wir alle eine zweite Chance verdienen.

Doch es gibt Grenzen. Nicht jeder Dialog ist möglich. Nicht jede Meinung ist gleich viel wert. Wer die Grundwerte und Grundrechte des Miteinanders, die Grundwerte unserer Demokratie ablehnt, wer Hass und Menschenfeindlichkeit verbreitet, der hat kein Recht auf Anbiederung. Dem muss klare Kante gezeigt werden.

Demo "Gemeinsam für Demokratie"
 
Demo gegen Rechts in Kluftern
Matze Eckmann auf der Demo in Kluftern
Demo  in Kluftern für ein Miteinander
statt Spaltung durch die AfD

 

Was ich tun kann – was jeder tun kann, jeden Tag

1.  Hinterfragen, was uns erreicht an Informationen, was viral geht, ist nicht gleich auch wahr. Nicht jede Empörung ist gerechtfertigt.

2.  Fragen wir uns: Wer profitiert davon, dass ich mich jetzt aufrege? Und: Was weiß ich wirklich?

3.  Ein Lächeln, ein höfliches Wort, ein offenes Ohr – das sind keine Kleinigkeiten. Das sind die Bausteine einer lebenswerten Gesellschaft. Freundlichkeit ist ein Akt des Widerstands in einer Welt, die uns spalten will.

Miteinander reden, ob Rot, Grün, Gelb oder Schwarz

4.  Am Ende die Befreiung: Wir alle werden sterben. Das klingt hart, aber es ist auch befreiend. Es erinnert uns daran, dass wir nicht unfehlbar sind – und dass wir nicht ewig Zeit haben. Warum also Energie in Hass verschwenden? Warum nicht stattdessen das stärken, was uns verbindet?


Was bleibt?

Es bleibt die Gewissheit: Wir Menschen sind stark. Wir können entscheiden, wie wir miteinander umgehen. Wir können uns den Spaltern verweigern. Wir können freundlich sein – und gleichzeitig klar sagen: Hier ist die Grenze.

Die Welt ist nicht perfekt. Aber sie ist besser, als es manchmal scheint. Es liegt an uns, sie ein Stückchen besser zu machen – jeden Tag, im Kleinen. Und das beginnt damit, einander nicht als Feinde zu sehen, sondern als Menschen, mit Fehlern, mit Ängsten, mit dem Wunsch, gut zu leben.

Was passiert in der Zukunft? Wer weiß das? Wir können selbst entscheiden, wie wir mit unseren Mitmenschen zusammenleben wollen. Freuen wir uns auf die Zukunft.

                                                                    Nina Caesar-Selimovic, 16. Nov. 2025

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